Früher war es üblich, das Häkeln und Stricken in der Schule oder zu Hause von Mutter oder Großmutter zu lernen. Das ist heute (leider) anders, aber kein Grund zum Verzweifeln. Ich höre zwar oft „Häkeln ist so schwierig.“ oder „Dabei breche ich mir ja die Finger!“, aber das sehe ich ganz anders! Du hast doch auch schreiben gelernt, oder? War das von Anfang an leicht für Dich? Bestimmt nicht! Trotzdem kannst Du jetzt mehr oder weniger „schön“ schreiben. Mit dem Häkeln ist es genauso! Übung macht den Meister und die Meisterin! Hier sind meine 5 besten Tipps für HäkelanfängerInnen:

1. Einfach anfangen!

Denk nicht lange darüber nach, schnapp Dir einfach eine Häkelnadel und Garn und leg los! Je mehr Du nachdenkst, welches Projekt das Beste für Dich ist, desto schwieriger ist die Entscheidung. Ist doch völlig egal, was zuerst oder ein wenig später fertig wird, oder nicht? Nadel und Garn sollten in der Stärke/Dicke allerdings (einigermaßen) zusammenpassen, sonst ist das Häkeln schwierig und das Resultat sieht selten gut aus.

Ist das gewählte Häkelprojekt doch zu schwierig, dann holst Du Dir eben Hilfe (in der Familie, bei Freunden, im Internet …). Keine Hilfe in Sicht? Dann pack das Projekt zur Seit und beginne ein neues mit einer leicht verständlichen Anleitung. Du kannst das „alte“ Projekt ja später immer noch beenden.

2. Häkel, was Dir Spaß macht!

Viel zu oft höre ich als Tipp für HäkelanfängerInnen „Häkel erst mal Topflappen, die gehen einfach und schnell.“ So ein Quatsch! Bekanntes ist (für den der es kennt) immer leicht, Unbekanntes dagegen schwer. So ziemlich jedeR Anfängerln findet das Häkeln erst einmal schwer. Das kann sich aber sehr schnell ändern, wenn Du Spaß dabei hast und fleißig übst!

Die wohl größte Schwierigkeit bei Topflappen: Sie kommen in der Regel als Paar daher und beide sollen auch noch völlig gleich aussehen! Da kannst Du als AnfängerIn ja (fast) nur scheitern! Vielleicht häkelst Du zu Beginn ganz locker, später dann immer fester oder anders herum. So bekommst Du nie zwei gleiche Teile. Wird Dein erster Topflappen krumm und schief (kann passieren, wenn Du die Randmaschen vergisst, ist dann eben Kunst), dann sollte Dein zweiter Topflappen die gleiche Form bekommen. Ziemlich unmöglich, wenn Du gar nicht weißt, wie die Form eigentlich zustande gekommen ist 😉

Such Dir lieber ein Projekt, das Dir wirklich gefällt! Du magst Mützen? Perfekt, sie sind relativ leicht zu häkeln. Du musst nämlich immer nur in eine Richtung arbeiten, ohne Randmaschen und Arbeit wenden oder allzu viel zu zählen. Mützen sind so gar nicht Dein Ding? Wie wäre es dann mit einem Utensilo oder Stiftbehälter? Wird (fast) genauso gehäkelt und ist ebenfalls schnell fertig.

3. Hab Geduld (mit Dir selber)!

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, Meisterinnen auch nicht. Um das Üben wirst Du also nicht herumkommen! Du musst nicht gleich stundenlang das Häkeln üben oder so lange, bis endlich ein Teil fertig ist. Geh das Ganze doch einfach entspannt an. Jeden Tag eine Reihe/Runde oder 10 Minuten mit Spaß und ohne schmerzende Finger häkeln, bringt Dich schneller und zuverlässiger zum Ziel als ein Häkelmarathon!

4. Sei stolz auf Dich!

Egal, wie Deine Häkelarbeit aussieht, krumm und schief oder voller Fehler: Als Anfänger musst Du nicht perfekt sein. Oder besser: Du kannst noch gar nicht perfekt sein! Je öfter Du zur Häkelnadel greifst, desto besser wirst Du häkeln. Vielleicht sogar, ohne dass Du Deine Fortschritte gleich bemerkst.

Wenn jemand Handarbeiten oder Häkeln als altmodisch darstellt, ist das lediglich eine Meinung, keine Tatsache. Das Gleiche gilt auch für die Wahl von Muster und/oder Farbe: Alles ist Geschmackssache. Anderen muss Deine Handarbeit nicht gefallen, nur Dir! Lass andere ruhig lästern. Vielleicht sind sie ja nur neidisch auf Dich! Du lernst gerade etwas Neues, das ist Grund genug, stolz zu sein.

5. Bleib dran!

Sicher wirst Du immer wieder Fehler machen und nicht alles, was Du häkelst, wird toll aussehen oder gar allen gefallen, aber das ist nicht schlimm! Ehrlich, ich häkle schon eine gefühlte Ewigkeit und produziere zwischendurch immer noch „Mist“! Das nächste Projekt wird bestimmt wieder besser. Und je länger Du und öfter Du häkelst, desto schöner und gleichmäßiger wird Deine Arbeit. Meine Tochter hat lange behauptet, dass sie nie so gut häkeln würde wie ich und mich auch niemals „einholen“ könnte. Nun ja, inzwischen sind ihre Häkelarbeiten nicht mehr von meinen zu unterscheiden – nur noch ein kleines bisschen: Sie häkelt eben andere Dinge als ich 😉

Du weißt nicht, wie Du anfangen sollst? Dann lies hier weiter:

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Anfängertaugliche Anleitungen findest Du hier:

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